Der Finanz- und Versicherungsdienstleistungssektor ist heute in einem Umfeld tätig, das durch digitale Umwälzungen, komplexe grenzüberschreitende Transaktionen, strengere aufsichtsrechtliche Kontrollen und einen zunehmenden globalen Druck in Richtung Transparenz und gerechte Besteuerung gekennzeichnet ist. Die Steuerbehörden haben damit begonnen, sich bei konzerninternen Transaktionen, die Rückversicherungs-, Vermögensverwaltungs- oder Fintech-Geschäfte betreffen, auf die wirtschaftliche Substanz, die Risikoausrichtung und die fremdübliche Preisgestaltung zu konzentrieren. 

Die Anforderungen an die wirtschaftliche Substanz sind in Offshore-Finanzzentren zum Industriestandard geworden. Regulatoren und Steuerbehörden arbeiten zusammen, um die tatsächliche Präsenz von Personen, Funktionen und Risiken in Niedrigsteuerländern durchzusetzen, während die BEPS-Gesetzgebung der OECD und die lokale Gesetze die Konzernstrukturen verändern.

Große Finanzinstitute müssen ihre effektiven Steuersätze nach Ländern aufschlüsseln. Finanz- und Versicherungsunternehmen müssen die steuerlichen Auswirkungen von Investitionsströmen, grenzüberschreitenden Dienstleistungen und digitalen Finanzprodukten modellieren und überwachen, um sicherzustellen, dass sie den Mindeststeuersatz von 15% einhalten.

Branchenspezifische Herausforderungen:

  • Aufrechterhaltung der Dokumentation und der Prüfungsbereitschaft in den verschiedenen steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen;
  • Rechtfertigung von Geschäftsmodellen, die zentralisiertes Kapital und geistiges Eigentum nutzen, gegenüber den lokalen Steuererwartungen;
  • Verringerung des Risikos der Doppelbesteuerung aufgrund uneinheitlicher lokaler Verrechnungspreisregelungen.

Wie T1 Advisory ihre Mandanten unterstützt

  • Entwicklung funktionsgerechter Verrechnungspreismodelle entlang der Wertschöpfungsketten.
  • Erstellung einer OECD-konformen Verrechnungspreisdokumentation (Master File, Local File und Country-by-Country Reporting), die speziell auf die branchenspezifischen Risiken zugeschnitten ist.
  • Überprüfung der Strukturen, Funktionen und Governance der rechtlichen Einheiten im Hinblick auf die tatsächlichen risikotragenden Aktivitäten.
  • Anwendung der DEMPE-Prinzipien auf immaterielle Vermögenswerte und Neuzuordnung von Gewinnen aus Datenanalysen, Kundenschnittstellen und Algorithmen.
  • Benchmarking konzerninterner Finanzierungstransaktionen auf der Grundlage des Fremdvergleichsgrundsatzes.
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